Freitag, 31. Oktober 2014

Finally some pictures!

So true
Fruit stand in Carriacou

Some street impression from Carriacou


And off we go!

Pelican


Well-travelled

Chatham bay on Union Island

 
Our boat in the Tobago Cays


Iguana 1

Iguana 2

Those colours are just unreal! But in fact they aren't

Perfect snorkeling location

Yes, sometimes it does rain in the caribbean too...
The current whaling boat from Bequoia

Local fruit stall

Very friendly local girl

Hermit crabs on Sandy Island

Locals at the fruit market on Union Island

Happy Island - a selfmade Island hosting a bar

And to make it all perfect...

...those guys paid us a visit on the way home

Montag, 20. Oktober 2014

Jackpot...

So, jetzt mal ein paar Details was es mit er Cruise auf sich hatte: mir wurde angeboten auf einem Motorsegler-Cruise-Ship als Operations Manager zu arbeiten (Danke Monia!). Das würde bedeuten eine gewisse Anzahl an Monaten non-stop auf dem Boot zu leben und dort Cruises zu managen, mit der Planung von Tagestouren und anderen Aktivitäten, Buchhaltung, Passkontrollen und allem was dazu gehört. Klingt total super! Reisen und dafür bezahlt werden - genau das was ich immer wollte! Das einzige was mich davon abgehalten hat sofort zu unterschreiben, war meine aus der Erfahrung bekannte Anfälligkeit zur Kotzerei wenns wackelt. Um mich das austesten zu lassen, wurde ich mal eben auf eine 6-tägige Cruise auf einem der beiden Schiffe eingebucht und da ich gerade Besuch hatte, durfte der auch mitkommen. Das einzige was wir dafür bezahlen mussten waren ein paar Gebühren und Trinkgeld für die Crew. Und das für eine Tour die andere knapp 2000 USD kostet! Schon mal ein guter Anfang! Bei einer Zusage meinerseits würde es dann Ende November aufs Schiff gehen und ich hätte einen Monat Einarbeitungszeit, bevor ich dann für 3 Monate alleine die Verantwortung übernehmen würde. Vorher müsste ich nur noch einen Kurs absolvieren, der mich für die Arbeit an Bord eines Schiffes ausweist, aber auch dafür ist ja noch genug Zeit bis Ende November.
Die Cruise war fantastisch! Über Carriacou nach Union Island, in die Tobago Cays, nach Bequoia, Mayreau, zurück nach Union und Sandy Island: Bombastisch! Endlich konnte ich neben Schlidkröten schnorcheln (in freier Wildbahn), habe fantastische Riffe gesehen, Unmengen an Fischen, Pelikanen und die ganzen kleine Lebewesen im Wasser die ein Meeresbiologenherz höher schlagen lassen :) Wirklich unglaublich! Dazu kam eine tolle Crew, ein echt schönes Schiff, nette Mitpassagiere und großartiges Essen! Und das alles in prallem Sonnenschein und spiegelglatter See! War natürlich als Test für die Seekrankheit nicht zu gebrauchen, hat aber die Tour um so angenehmer gemacht ;) Generell war das glaube ich überhaupt kein guter Einblick in den Job, da auch die Passagiere total ungewöhnlich waren: Alles Singles und bis auf einen alle so in meinem Alter. Sonst ist die Belegung eher älter und meist Paare. Wir hatten also als Passagiere das größte Glück überhaupt mit dieser Tour! Meine Freundin und ich wir waren ständig im Wasser, teilweise schon vor dem Frühstück. Sobald es die Möglichkeit zum Schnorcheln gab, waren wir dabei und vor der letzten Fahrt zurück zum Schiff war mit uns auch nicht zu rechnen. Und dann sind wir manchmal vom Schiff aus auch nochmal ins Wasser gesprungen ;) Wie kann man bei den Temperaturen und den Wasserfarben auch nur irgendetwas anderes wollen? Unsere Mitfahrer waren anderer Ansicht und haben teilweise kaum das Boot verlassen, sondern sich gemütlich ab morgens betrunken. Fanden wir etwas seltsam als Urlaubsgestaltung, aber nun gut. Weniger Flossen im Wasser die was zerstören können... Nicht falsch verstehen, wir hatten eine gute Stimmung an Bord und Spaß miteinander. Wir beiden Wasserratten konnten nur nicht verstehen, wie man bei dem Wetter nicht ständig im Wasser sein will...
Mit dem Captain habe ich mich gut über den Job unterhalten, mit dem Koch – so eine winzige Küche und soo tolles Essen! Wahnsinn! - über Seekrankheit: der Arme war am Anfang zwei Monate lang seekrank! Meinen Respekt, dass er das durchgehalten hat, das hätte ich nicht geschafft. Ich wollte mich ja schon nach zwei Stunden in die Ostsee stürzen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten...
Wie dem auch sei, auch ohne meinen Magen austesten zu können, wurde ich jeden Tag überzeugter davon, dass ich den Job machen will und das Risiko in Kauf nehmen würde. Mir hat das Bootleben soviel Spaß gemacht, dass es richtig schwer fiel, Donnerstag von Bord zu gehen! Der Captain verabschiedete sich auch mit einem “Na wir sehen uns ja dann bestimmt auch öfter” und ich war fest entschlossen!
Mit Anna, meinem Besuch aus Hamburg habe ich dann noch zwei entspannte Tage verbracht an denen wir beide uns immer mal wieder fassungslos angucken mussten, weil wir die ganze Tour noch nicht verarbeiten konnten, so toll war das Erlebnis! Kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Samstag ging dann leider schon ihr Flieger zurück nach Deutschland. Als ich sie verabschiedet hatte und vom Flughafen zurück Richtung Auto ging, fühlte es sich sooo richtig an hier zu sein! Ich war vollkommen angekommen. Nathaniel, der uns freundlicherweise gefahren hatte, lachte laut los als ich ihm das sagte, da er meinte, meine Verabschiedung von Anna klang auch schon sehr karibisch :)
Auf der Rückfahrt durfte ich sogar fahren, das war meine erste eigene Autofahrt auf der Insel. War spitze, aber ich brauchte ihn als Abstandsansage, da es ein fetter 4-WD war, die Straßen relativ eng sind und neben den Straßen tiefe Abflußrinnen verlaufen. Ich weiß schon, warum ich mir nen Roller besorgt habe, damit habe ich diese Probleme nicht ;) Allerdings macht der Berg mit seiner Schotterstraße hinauf zu meiner Wohnung sooo viel mehr Spaß mit vier Rädern! Nathaniel war zumindest sehr beeindruckt, wie gut ich sein Auto fahre (hier scheint kein weibliches Wesen mit Gangschaltung zu fahren), der läßt mich bestimmt nochmal ans Steuer.
Den gestrigen Tag habe ich mit meinen “Inseleltern”, meinen Vermietern verbracht. Morgens in die Kirche, Mittags an den Strand und Nachmittags zum Dinghy Konzert in die Marina. Dabei gibt es Live Musik von einer Band vom Boot aus und die Gäste kommen mit ihren eigenen Schlauchbooten (ist auf Segler ausgelegt) und docken dort an. Für uns Landratten gab es ein Wassertaxi zu den Pontons. Hat eine schöne Atmosphäre.
Abends habe ich dann die Antwort auf meine freudige Zusage für den Job erhalten.
Eine Absage. Ein Schlag ins Gesicht wäre mir lieber gewesen.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Die Erste von Vielen?

In der Zwischenzeit ist schon wieder viel passiert und alles werde ich wieder gar nicht erzählen, weil es mir erst nach dem Schreiben wieder einfällt... So isses halt.
Seit letztem Samstag habe ich Besuch aus Hamburg. Mein erster Besuch! Und die liebe Freundin hat auch noch richtig Glück, da wir morgen zusammen zu einer 6-tägigen Kreuzfahrt aufbrechen die wir nicht bezahlen müssen. Also wenn das nichts ist, weiß ich es auch nicht.. In den letzten Tagen haben wir auch schon die Insel einmal umfahren, die Muskatnuss-Fabrik, eine Rum-Destillerie, einen Wasserfall und das Herz der Insel besucht und auch noch genug Zeit zum Schnorcheln gefunden.
Aber zurück zu der Kreuzfahrt. Wie kam das:
An dem Tag wo mich der Chikungunya-Virus erlegte, hat mich Monias Chefin (wahrscheinlich nach wochenlangem Zureden von Monia) gefragt, ob ich mir vorstellen könnte als Operations Manager auf einem Ihrer Schiffe zu arbeiten. Das hieße mehrere Monate am Stück unterwegs sein und dann die gleiche Zeit danach frei haben und dabei noch verschiedene Inseln kennenlernen, da sich das Schiff ja naturgemäß zwischen den Inseln bewegt. Klar kann ich mir das vorstellen! Nur wer mein Verhalten auf Schiffen kennt weiß, dass ich leider wahnsinnig schnell seekrank werde... Das ist die einzige Einschränkung die ich bei dem Ganzen sehe. Aus dem Grund (und natürlich auch um zu sehen, auf was ich mich da einlassen würde) wurde ich kurzerhand für eine Tour gebucht und da ich zu der Zeit gerade Besuch habe, darf dieser eben mitkommen :)
Also geht es morgen los nach Carriacou, Tabago Keys, Union Island & co. Bin sehr gespannt wie es wird, wie sehr ich es genießen kann und ob ich hinterher den Job zusagen will...
Neben dem Inselhopping beeinhaltet es einen Arsch voll Arbeit, das muss ich mir gar nicht schön reden. Touristen sind ja ein bischen vergleichbar mit Zombies, zumindest was ihre Aufmerksamkeitsspanne, die Speicherkapazität von Informationen und ihre Ziellosigkeit angeht, das an sich wird schon eine Herausforderung. Und ansonsten bin ich für sämtlichen Papierkram, Organisation, Planung, Behördenkram und Finanzen verantwortlich. Noch dazu als einzige Frau im Team. Freie Tage gibt's in der Zeit nicht, also auch kaum Zeit um sich mal aus allem herauszuziehen. Und trotz alledem bin ich immernoch Feuer und Flamme und möchte es gerne machen. Mindestens einmal, danach sehe ich weiter, aber zumindest ausprobieren möchte ich es gerne. Natürlich nur, wenn ich in der kommenden Woche nicht ständig unfreiwillig die Fische füttere...
So sieht es soweit an der Jobfront aus.

Chikungunya ist wirklich ein Dreckszeug! Um mich herum hatte es ja auch schon fast jeder und die, die zumindest nach der akuten Phase symptomfrei waren, hatten immer mal wieder Episoden mit Gelenkschmerzen. Bisher hatte ich gehofft, dass ich das aussetzen würde, aber nein, gestern Nachmittag fingen meine Füße an weh zu tun und abends beim Training dachte ich zeitweise, dass ich abbrechen müsste, weil ich nicht wusste wie ich auf meinen Füßen stehen sollte. Ein bischen besser ist es heute schon, dafür sind die Handgelenke mit dazu gekommen.  Was ein Scheiß: das Zeug macht, dass ich mich alt fühle!
So, noch einmal schlafen, dann geht's aufs Schiff! Drückt mir mal die Daumen, dass ich mich an das Schaukeln gewöhne! Tabletten, Ingwer und Kamillentee sind für den Notfall eingepackt aber ich wäre froh, wenn ich es nicht brauche. In einer Woche weiß ich mehr :)

Sonntag, 28. September 2014

Chikungunya / Chik-V/ The chicken disease

Diese Viruserkrankung hat momentan die Insel vollkommen in ihrer Gewalt. Verbreitet sich wie ein Lauffeuer und ist auch Gesprächsthema Nummer eins. Letzte Woche hat es mich dann auch endlich erwischt. War ja nur einen Frage der Zeit aber jetzt bin ich wenigstens damit durch und muss mich davor nicht mehr fürchten. Dengue steht ja auch noch aus, hoffentlich kann ich das aussetzen, die Chancen sehen hier besser aus...
Letzten Freitag ging es bei mir los. Erst war ich noch auf einem kurzen Catamarantrip mit Freunden und als wir danach dann noch für ein paar Drinks im Umbrella saßen, hatte ch das Gefühl plötzlich Muskelkater an dieversen Stellen zu bekommen. Da ich Mittwoch beim Training war, wäre das an sich nicht ungewöhnlich und ich scherzte auch noch mit Sabine, dass mich mein regelmäßiger Muskelkater immer ein bischen in Chikungunya-Panik versetzt. Tja, dieser wurde im Laufe des Abends immer schlimmer und deshalb habe ich mich schnell verabschiedet. Nach nur ein paar Metern Fahrt musste ich mir meine Regenjacke anziehen, da ich plötzlich zu frieren anfing. Viel hat die Jacke nicht geholfen und ich bin mit demselben Gefühl, Kopfschmerzen und erhöhter Temperatur ins Bett gegangen. Am nächsten morgen war dann klar, dass ich auch zur Chik-V-Statistik gehörte. Die Kopfschmerzen hielten sich die kommenden zwei Tage, das Fieber stieg kurz und sank zum Glück auch schnell wieder und ich fror nur noch selten. Mit den Gelenkschmerzen hatte ich scheinbar großes Glück. Zwar taten mir Füße und Knöchel weh, aber Laufen konnte ich zumindest. Treppen machten mit einem Knie keinen Spaß aber das wars dann auch schon und je länger ich auf den Beinen war, desto besser ging es auch. Mal von der wahnsinnig langsamen Geschwindigkeit abgesehen... Schnell ging an dem Wochenende mal so gerade gar nichts. Zu dem ganzen gesellte sich dann auch noch ein verstimmter Magen, somit hatte sich das Thema Kochen zumindest erledigt. Eva kam Samstag vorbei, brachte mir Suppe mit und leistete mir ein wenig Gesellschaft, das half ungemein. Wir hatten gerade am vorherigen Donnerstag den Pakt geschlossen, dass wir uns gegenseitig helfen würden, wenn es denn einen von uns erwischt. Manche Leute haben wirklich Schwierigkeiten sich auf den Beinen zu halten und ein Bekannter von mir lag fünf Tage mit Fieber und heftigen Schmerzen im Bett, da hatte ich wirklich Glück! Ich war völlig schlapp und müde und dachte, dass mein Kopf jede Sekunde explodieren würde, aber das hat er zum Glück ja nicht getan. Als ich dann dachte, dass ich es hinter mir hätte, setzte der Ausschlag ein... Ein paar rote Punkte am ganzen Oberkörper und ein leichtes Jucken. Da ja Seewasser hier generell als heilsam für alles angesehen wird und ich jetzt auch einige Tage nicht im Wasser war, dachte ich, ich versuchs mal. Das Wasser tat gut, da aber leider auch die Sonne schien, konnte ich der Transformation des Ausschlags zugucken. Aus den paar Punkten entwickelte sich flächendecken etwas, was die Erscheinungsform einer heftigen Neurodermitis hatte. Und mit flächendeckend meine ich wirklich flächendeckend. Von den Zehen bis in die Fingerspitzen und das Zeug hat vielleicht gejuckt! Zu der generell anhaltenden Rotfärbung der Haut (kein Sonnenbrand sondern auch irgendeine Reaktion durch den Virus) kamen also auch noch leuchtend rote Pusteln in verschiedener Größe. Ich sah echt schick aus. Wäre alles noch zu verkraften gewesen, wenn es nicht so wahnsinnig gejuckt hätte. Hätte mir jemand angeboten, die Haut abzuziehen, ich hätte noch dafür bezahlt! Habe in der Apotheke dann Antihistamin Tabletten bekommen und nach ein paar Tagen wurde es besser. Schwimmen war ich gestern zum ersten Mal wieder (im Longsleeve) und seit heute bin ich zum ersten Mal seit über einer Woche wieder mit kurzen Ärmeln unterwegs... Klopf auf Holz, ich hoffe, das wars jetzt wirklich und ich hatte einfach Glück dabei! Die Erschöpfung bleibt wohl noch eine Weile, aber wenns nur das ist, komme ich damit gut klar. Meine Vermieter haben jetzt schon seit 5-6 Wochen geschwollene Hände und Probleme mit den Fußgelenken. Die Krankheit ist wirklich ein Arschloch! Den Virus trägt man wohl 3 Monate im Körper, in der Zeit können die Symptome immer wieder auftauchen. Es kann auch passieren, dass der Körper nach 6 Monaten nochmal einen Rückfall mitmacht und wenn man richtig viel Pech hat, können die Gelenkschmerzen chronisch werden. Drückt mir mal die Daumen, dass mir das alles nicht passiert!

Ach ja, mittlerweile wohne ich wieder bei Alison und Handel, bei denen ich letztes Jahr auch gewohnt hatte. Toll wieder hier zu sein!

Samstag, 13. September 2014

Der Wahnsinn nimmt kein Ende...

So, habe diese Woche ganz fleißig meinen Lebenslauf unters Hotel-Volk gebracht und muss jetzt abwarten was kommt. Es ging auch eigentlich schon gut los: Beim Radisson Hotel habe ich gegen 1 Uhr meine Unterlagen abgegeben um 1.45 bekomme ich einen Anruf, dass ich doch bitte um 3 zu einem Gespräch vorbeikommen soll. Gesagt getan, der Anzug hat sich also schon gelohnt. Das Gespräch war soweit auch ganz nett, aber ich hatte eher auf eine besser gestellte Anstellung als Kellnerin gehofft... Dazu kommt, dass das Hotel die Kosten für die Arbeitserlaubnis nicht übernehmen und sich auch nicht beteiligen. Und üblicherweise bekommen Kellner bei denen so um die 500 € (bei einer 40 Stunden Woche!), aber auch nur, wenn das Restaurant auch gut besucht ist. Was es in diesem Hotel selten ist. Jo danke - aber NÖ! Da suche ich doch mal weiter. Ach ja, der Preis für die Arbeitserlaubnis ist auch gestiegen: von 1000 auf mal eben 1500 €. Läuft! Das Gespräch war am Donnerstag und danach dachte ich dann abends, OK, im Dezember gehts ganz sicher zurück... Aber mir wurde dann von Freundenund Bekannten gesagt, dass Radisson generell nicht gut zahlt und das der Lohn wirklich ein Witz ist. Ich weiß dass Löhne hier sowieso nicht hoch sind, was keinen Sinn ergibt, denn Lebenshaltungskosten sind nicht billig hier drüben. Mir ist es ein Rätsel wie die Leute die eben keinen hohe Position inne haben das machen! Meine Nachbarin war super hilfreich mit Tipps und auch mit Kontakten. Sie kam Freitag morgen kurz zu mir rüber und gab mir den Namen der HR Managerin von Sandals. Da bin ich dann auch gleich zwei Stunden später hingefahren um ihr nochmal meinen Lebenslauf zu geben (hatte im Dezember schon eine Bewerbung abgegeben). Leider kommt man ohne Termin als Nicht-Gast nicht auf die Anlage und ich musste die Unterlagen bei den Pförtnern abgeben... Das macht mir ein bischen SOrge, aber ich werde einfach nächste Woche anrufen und fragen, ob die Sachen angekommen sind. Von Meloni (Nachbarin) habe ich auch die Nummer von Ulli, einem deutschen, 3-fachen Restaurantbesitzer erhalten, mit dem ich mich gerade getroffen habe. Von ihm habe ich jetzt noch erfahren, dass es nicht genügt einfach eine Arbeitserlaubnis zu haben um dann ein Jahr arbeiten zu können -nein!- die Erlaubnis bezieht sich nur auf das Unternehmen, von dem aus man sie beantragt!!! Das heißt, wenn alles blöd läuft, könnte es sein, dass man von den Dingern mehrere im Jahr bezahlen müsste! Wie scheiße ist das denn??? Und wie er es so schön ausgedrückt hat, wird es bei mir schwierig mich unbemerkt arbeiten zu lassen, da ich dann doch unter den ganzen locals ein bischen auffalle... Ach ja, Arbeitgeber dürfen auch nur eine bestimmte Anzahl an Ausländern einstellen und eigentlich bräuchte man auch einen Qualifikationsnachweis um die Position zu rechtfertigen. Sprich, da ich keine Ausbildung im Hotelfach habe, kann es vielleicht sein, dass mir meine ganze Serviceerfahrung nicht mal was nützt... Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!
Ich habe gerade noch eine andere spannende Geschichte am laufen: Ein Freund vom Training hatte letztes Jahr auch schon rumgefragt, ob nicht jemand einen Job für mich hätte. Er rief auch eine Susan an und drückte mir dann das Telefon ans Ohr und wir redeten kurz (um ehrlich zu sein weiß ich bis heute nicht, was sie eigentlich macht). Als ich diesen Freund zum ersten Mal wiedersah, erzählte er mir, dass eben diese Susan sich vor kurzem mal nach mir erkundigt hatte und eventuell was für mich hätte. Dann gabs das gleiche Telefonspielchen noch einmal und seitdem telefonieren wir fast regelmäßig. Am Donnerstag fahren wir zu der ehemaligen Botschafterin der United Nations (das habe ich zumindest so verstanden), die ein Guest house oberhalb von Grenville betreibt und haben mit ihr Lunch. Die gute Frau braucht wohl gelegentlich ein bischen Hilfe und dabei komme ich dann ins Spiel. Gehalt gibt es keins, aber freie Unterkunft. Das gucke ich mir zumindest mal an und laut Susan ist es wohl einen sehr interessante Person, schon allein dafür lohnt es sich wohl. Kontakte können nie schaden und wer weiß was sich noch daraus ergibt. Sie weiß, dass ich natürlich was suche, wo ich Geld verdiene, aber wenn es nur ab und zu ist, lässt sich das vielleicht vereinbaren. Mal sehen. Ich werde berichten.
So, heute bin ich auch wieder für zwei Wochen in das Haus der Konsulin eingezogen und habe endlich wieder einen tollen Ausblick aufs Meer, einen riesigen Garten mit Mangobäumen und vierbeinige Haustiere. Dazu kommt noch, dass das Haus höher gelegen ist, als die Wohnung in der ich seit meiner Ankunft gewohnt habe und es hier ein bischen windiger ist und man sich auch raus setzen kann ohne von Mosquitos aufgefressen zu werden :) Sehr schön! So, jetzt muss ich mich aber sputen: heute ist Samstag, da geht's wieder zum Hashen!

Sonntag, 7. September 2014

Angekommen

So, nachdem ich die ersten Tage ein bischen durchhing, wurde ich dann doch mal aktiver. Ja, an die Hitze musste ich mich erst gewöhnen und ich gebe zu, ich habe auch viel lethargisch rumgelegen. Die Akklimatisierung hat funktioniert, es ist zwar immer noch mörderisch heiß und aus dem Schwitzen kommt man nicht raus, aber damit lässt es sich leben. Habe mittlerweile fast alle meine Bekannten getroffen und es war jedesmal ein herzliches Hallo und Willkommen. Seit einigen Tagen hat sich auch ein besseres und zuversichtlicheres Gefühl eingestellt und ich will unbedingt einen Job finden um länger hier bleiben zu können! Gestern war ich zum ersten Mal wieder hashen und selbst Leute die ich nur flüchtig kannte (Freunde von Freunden), kamen auf mich zu und haben sich gefreut mich wiederzusehen. Heute war ich auch mal wieder in der Kirche (ist ja schließlich Sonntag), um die Leute dort wiederzusehen und es haben sich so viele gefreut dass ich wieder da bin, das ging runter wie Öl! Ich wurde sogar offiziell am Ende der Messe begrüßt, wirklich nett.
Ist es Frevel zum Gottesdienst zu gehen, weil man die Menschen und die Stimmung dort mag? Mit der Bibel kann und will ich nun mal einfach nichts anfangen. Heute wurde ein Stück vorgelesen, da war in wenigen Sätzen wieder alles dabei: Kindesmord, Völkermord, Verschwendung und der ganze Unfug (natürlich alles von Gott angezettelt), das ist echt nicht meins. Aber ich mag die herzliche Gemeinde und solange keiner was dagegen hat, werde ich wohl auch immer mal wieder hingehen. Wow, das überrascht mich jetzt selber ein bischen ;)
Gestern nach dem Hashen bin ich noch mit einer Truppe weitergezogen und hatte meinen ersten Karaoke-Auftritt. War fürchterlich. Für alle Beteiligten. Aber vielleicht werde ich jetzt nicht nochmal gefragt...
Was war sonst noch die Woche...? Ach ja, wie konnte ich das vergessen: Mittwoch war ich zum ersten Mal wieder beim Training (Ninja-class) und es war natürlich super! An der Aufstellung hat sich nichts geändert, außer das noch ein Schwarzgurt dazugekommen ist. Ich bin immernoch die Einzige im Raum mit fehlender Hand-Augen-Koordination, aber bisher habe ich noch niemanden verletzt und die Jungs tragen es tapfer (ja, auch dort gabs herzliche Küsschen zur Begrüßung!). Meine Fingerspitzen sind super gereizt vom Gitarre spielen (wohl eher üben), aber auch das wird besser. Alles in allem würde ich sagen laufen die Hobbies gut, jetzt fehlt nur ein Job. Ab nächster Woche will ich mal die Hotels abtingeln und meinen Lebenslauf verteilen. Drückt mir mal die Daumen, dass ich Erfolg habe!
Update zu Chikungunya: Bisher hat es mich verschont, aber da ich mittlerweile so viele Leute kenne, die es hatten oder haben, ist es wirklich nur eine Frage der Zeit... Aber dem Mückenschutz sei dank, bis jetzt bin ich noch nicht allzu sehr verstochen. An dieser Stelle mal ein bischen Werbung: Dieser Bite away stick ist großartig! der Brennschmerz ist es absolut wert! Danach juckt es nicht mehr, was zur Folge hat, dass ich mir nicht ständig alles aufkratze und neue Narben zufüge. Jetzt wo die Beine wieder ein wenig Farbe bekommen, fallen nämlich die vielen weißen Punkte vom letzten Jahr auf... Leider wirkt das Ding nicht gegen Quallen. Bin scheinbar in ein paar lose umher treibende Nesselkapseln geschwommen und habe nun ein spannendes juckendes Muster am Unterarm, mal gucken wann das wieder verschwindet :)

Donnerstag, 28. August 2014

I am back

Habe gerade meinen letzten Eintrag gelesen und dazu fällt mir ein: TAHDAAAHH! Ich bin wieder zurück in Grenada. Eigentlich habe ich das ganze Jahr darauf hingearbeitet -naja, gearbeitet ist übertrieben aber zumindest auch nicht versucht wieder in Deutschland Fuß zu fassen- und dann fange ich die letzten Wochen vor meinem Abflug heftig an alles in Frage zu stellen. Und mit der gleichen Geisteshaltung sitze ich jetzt hier im schönen Grenada und weiß nicht so recht was ich mit mir anfangen soll.
Gestern bin ich nach langer Anreise angekommen und die Tatsache, dass der Freund der mich abholen wollte zu spät war, ließ mich in Gedanken schon meinen Rückflug vorverlegen. Zum Glück tauchte er dann noch auf und freute sich tierisch mich wiederzusehen. Wir haben uns Essen besorgt, es mit an den Strand genommen und so ich konnte knapp 2 Stunden nach meiner Ankunft (Paßkontrolle dauerte ewig!) schon wieder meine Zehen im Sand vergraben :) Es fühlte sich gut an, wieder dort zu sein und es war ein bischen, als wäre ich gar nicht weg gewesen. Schon beim Anflug war es toll, Grenada zu erkennen. Wir hatten einen kurzen Zwischenstopp in St. Lucia und danach ging es über mehrere Inseln hinweg nach Grenada. Beim erstan Mal wußte ich nicht, welche denn jetzt die richtige Insel ist aber diesmal habe ich schon die Nachbarinseln erkannt. An der Paßkontrolle gabs ein freundliches "Welcome back!" und ein anderer Freund textete mir "Welcome back home!". Fühlt sich alles gut an und wieder mit dem gleichen Roller über dieselben durchlöcherten Straßen zu fahren zaubert mir auch wieder ein fettes Grinsen ins Gesicht, aber trotz all dem ist die Grundstimmung immernoch Zweifel. Vielleicht brauche ich noch ein paar Tage. Jetzt bin ich zumindest hier und mein Rückflug geht frühestens im Dezember... Mittlerweile hat Chikungunya (http://de.wikipedia.org/wiki/Chikungunyafieber) auch Grenada erreicht und von meinem Bekanntenkreis hat es schon zwei Leute erwischt.. Das heißt also 24-Stunden-Dauereinsatz von Mückenspray und ständige Panik vor den Biestern. Und heute sagt mir Alison, dass Dengue noch schlimmer sein soll, was die Schmerzen angeht! Jippieh. Hilft die Stimmung zu positivieren.
Kein Stück. Verspreche aber, dass ich daran arbeiten werde!