Donnerstag, 13. November 2014
Mein Meister
Es ist an der Zeit, dass ich endlich
mal ein wenig über den Mann berichte, der ein Hauptgrund war um
wieder nach Grenada zurück zu kehren. Er ist schon etwas älter, wie
alt genau weiß ich nicht und ich schätze er ist älter als er
aussieht (ein kleines Phänomen auf dieser Insel!). Er hat eine
ruhige, sehr leise Stimme, ist kleiner als ich und wahnsinnig
charismatisch. Er sieht unglaublich gemütlich und freundlich aus und
wenn man sich einen Meister in mehreren Kampfsportarten vorstellt,
hätte man mit Sicherheit ein anderes Bild vor dem geistigen Auge.
Sensei ist unglaublich und wurde sogar noch viel unglaublicher, als
ich endlich mal ein bischen was von seiner Geschichte erfahren habe.
Alle die mich gefragt haben, was es denn für ein Kampfsport ist, den
ich hier trainiere konnte ich ja nie so genau antworten, da es ein
Mix ist. Stimmt auch. Es ist SEIN Mix. Er hat Black Tiger Martial
Arts gegründet und den Mix zusammengestellt. Dafür hatte er aber
vorher fünf (in Zahlen: 5!!!) Kampfkünste gelernt! Aikido, Jiu
Jitsu, Karate, Wing Tsun und die fünfte war so speziell, die konnte
ich mir nicht merken, irgendwas mit Okinawa. Ach ja, Waffentechniken
hat er mal eben von einem direkten Schüler Bruce Lees gelernt. Und
nachdem er sich das alles angeguckt und gelernt hatte, hat er sich
dazu entschieden, dass ein Mix aus all dem am sinnvollsten wäre.
Nicht schlecht, oder? Der Mann ist ein Knaller! Also, falls mal
wieder jemand fragt: ich traniere Black Tiger Martial Arts, quasi
eine grenadinische Kampfsportart :)
Hmm, gute Frage
Vor ein paar Wochen hat mich ein
Bekannter aus der Schulzeit gefragt, wie ich es anstelle, mich die
Hälfte jeden Jahres im Ausland rumtreiben zu können.
Meine Reaktionen darauf waren auch für mich interessant.
Zuerst einmal ist mir bewusst geworden, dass es auf die letzten Jahre wirklich zutrifft. Zum anderen wurde mir dadurch bewußt, dass das genau das ist, was ich immer wollte!
Und natürlich wurde mir auch wieder schlagartig bewusst, dass ich meinen Lebenslauf Karrieretechnisch eher in die Tonne treten kann und mir schon mal gute Begründungen für das nächste Bewerbungsgespräch in Deutschland überlegen muss. Natürlich kam dann auch gleich der Gedanke, ob ich mir damit nicht jegliche Chancen auf einen Job oberhalb eines Kellnergehalts endgültig verbaut habe. Aber wie mir meine Mädels immer wieder so schön sagen: “ Na und? Wenns Spaß macht?” Und mit den Mädels im Cafe hatte ich eine Superzeit und da schwirren ja auch noch ein paar Ideen im Raum ;)
Meine Reaktionen darauf waren auch für mich interessant.
Zuerst einmal ist mir bewusst geworden, dass es auf die letzten Jahre wirklich zutrifft. Zum anderen wurde mir dadurch bewußt, dass das genau das ist, was ich immer wollte!
Und natürlich wurde mir auch wieder schlagartig bewusst, dass ich meinen Lebenslauf Karrieretechnisch eher in die Tonne treten kann und mir schon mal gute Begründungen für das nächste Bewerbungsgespräch in Deutschland überlegen muss. Natürlich kam dann auch gleich der Gedanke, ob ich mir damit nicht jegliche Chancen auf einen Job oberhalb eines Kellnergehalts endgültig verbaut habe. Aber wie mir meine Mädels immer wieder so schön sagen: “ Na und? Wenns Spaß macht?” Und mit den Mädels im Cafe hatte ich eine Superzeit und da schwirren ja auch noch ein paar Ideen im Raum ;)
Aber insgeheim hoffe ich natürlich
darauf, dass es irgendwo noch ein oder zwei Chefs gibt, die
Lebenserfahrung und Abenteuerlust und alles was das mit sich bringt
zu schätzen wissen. Früher oder später werde ich es wohl
herausfinden.
Dienstag, 4. November 2014
Panik macht sich breit
Danke für eure lieben Reaktionen! Wie
ich die Absage verkraftet habe? Noch gar nicht. Momentan hoffe ich
noch, dass ich die Zusage für nächsten Sommer bekomme, aber ob ich
die bekomme steht in den Sternen. Ansonsten hat sich Jobtechnisch
auch noch nichts ergeben und langsam aber sicher breiten sich Panik
und Verzweiflung aus. Habe mittlerweile auch schon jegliche Scham
verloren und frage einfach jeden, selbst neuste Bekanntschaften, ob
sie nicht eine Idee oder Beziehungen hätten. Soweit noch erfolglos.
Ansonsten habe ich mit zwei Touranbietern gesprochen und fahre gerade
schon Touren mit um zu sehen, wie die ablaufen. Wenn ich mich nicht
total bescheuert anstelle, nehmen die beiden mich in ihre Liste von
Tourguides auf für Bustouren über die Insel (wenn Kreuzfahrtschiffe
anlegen). Da ich aber nicht weiß, wieviele Touren ich dann wirklich
machen werde, ist das kein Job von dem ich alleine leben könnte,
sondern nur ein Nebenjob der das Gehalt aufbessert.
Währenddessen läuft es im Training
immer besser, was die Panik nur noch mehr schürt, weil ich diese
Klasse einfach nicht verlassen will! Es gibt keine Woche, in der ich
nicht mit neuen blauen Flecken nach Hause komme und mir am Tag nach
dem Training alles weh tut. Klingt jetzt vielleicht nicht
besonders erstrebenswert, ist aber ein gutes Gefühl. Letze Woche war es
besonders hart, da war für mich Bootcamp angesagt weil es auf eine
Gurt-Prüfung zugeht. Zig (hunderte) Wiederholungen, nur kurze Pausen
und kein Pardon. Teilweise liefen mir einfach nur die Tränen vor
Schmerzen, aber irgendwie ging's dann doch. Allerdings war ich danach
5 Tage nicht in der Lage meine geraden Bauchmuskeln zu trainieren
oder mich entspannt zurück zu lehnen, das war eher ein ungraziöses
Fallen... Gestern war es das Training allerdings eine einzige
Katastrophe, da leider die Gelenkschmerzen wieder aufgelebt sind und
diesmal in allen wichtigen Gelenken auf der rechten Seite, was
natürlich wenig hlifreich ist, wenn man sich geschmeidig bewegen
soll... Falls ich es noch nicht oft genug erwähnt habe: Scheiß
Chikungunya!!! Zwischenzeitlich war es sogar mal recht gut, da hatte
ich tagsüber kaum Probleme. Hat leider nicht lange gehalten. Meinen
Inseleltern geht es auch noch nicht besser. Handel hat dermaßen
geschwollene Füße und Knöchel und quält sich mit dem Virus schon
über 2 Monate herum, der ist kurz davor sich Steroide verschreiben
zu lassen. Die akute Phase scheint generell rum zu sein, kann aber
auch daran liegen, dass es schon fast jeder hatte. Fieber und
Arbeitsausfälle kommen also nur noch vereinzelt vor, Probleme mit
irgendwelchen Gelenken haben die meisten. Seufz.
Freitag, 31. Oktober 2014
Finally some pictures!
| So true |
| Fruit stand in Carriacou |
| Some street impression from Carriacou |
| And off we go! |
| Pelican |
| Well-travelled |
| Chatham bay on Union Island |
| Our boat in the Tobago Cays |
| Iguana 1 |
| Iguana 2 |
| Those colours are just unreal! But in fact they aren't |
| Perfect snorkeling location |
| Yes, sometimes it does rain in the caribbean too... |
| The current whaling boat from Bequoia |
| Local fruit stall |
| Very friendly local girl |
| Hermit crabs on Sandy Island |
| Locals at the fruit market on Union Island |
| Happy Island - a selfmade Island hosting a bar |
| And to make it all perfect... |
| ...those guys paid us a visit on the way home |
Montag, 20. Oktober 2014
Jackpot...
So, jetzt mal ein paar Details was es
mit er Cruise auf sich hatte: mir wurde angeboten auf einem
Motorsegler-Cruise-Ship als Operations Manager zu arbeiten (Danke
Monia!). Das würde bedeuten eine gewisse Anzahl an Monaten non-stop
auf dem Boot zu leben und dort Cruises zu managen, mit der Planung
von Tagestouren und anderen Aktivitäten, Buchhaltung, Passkontrollen
und allem was dazu gehört. Klingt total super! Reisen und dafür
bezahlt werden - genau das was ich immer wollte! Das einzige was
mich davon abgehalten hat sofort zu unterschreiben, war meine aus
der Erfahrung bekannte Anfälligkeit zur Kotzerei wenns wackelt. Um
mich das austesten zu lassen, wurde ich mal eben auf eine 6-tägige
Cruise auf einem der beiden Schiffe eingebucht und da ich gerade
Besuch hatte, durfte der auch mitkommen. Das einzige was wir dafür
bezahlen mussten waren ein paar Gebühren und Trinkgeld für die
Crew. Und das für eine Tour die andere knapp 2000 USD kostet! Schon
mal ein guter Anfang! Bei einer Zusage meinerseits würde es dann
Ende November aufs Schiff gehen und ich hätte einen Monat
Einarbeitungszeit, bevor ich dann für 3 Monate alleine die
Verantwortung übernehmen würde. Vorher müsste ich nur noch einen
Kurs absolvieren, der mich für die Arbeit an Bord eines Schiffes
ausweist, aber auch dafür ist ja noch genug Zeit bis Ende
November.
Die Cruise war fantastisch! Über Carriacou nach Union Island, in die Tobago Cays, nach Bequoia, Mayreau, zurück nach Union und Sandy Island: Bombastisch! Endlich konnte ich neben Schlidkröten schnorcheln (in freier Wildbahn), habe fantastische Riffe gesehen, Unmengen an Fischen, Pelikanen und die ganzen kleine Lebewesen im Wasser die ein Meeresbiologenherz höher schlagen lassen :) Wirklich unglaublich! Dazu kam eine tolle Crew, ein echt schönes Schiff, nette Mitpassagiere und großartiges Essen! Und das alles in prallem Sonnenschein und spiegelglatter See! War natürlich als Test für die Seekrankheit nicht zu gebrauchen, hat aber die Tour um so angenehmer gemacht ;) Generell war das glaube ich überhaupt kein guter Einblick in den Job, da auch die Passagiere total ungewöhnlich waren: Alles Singles und bis auf einen alle so in meinem Alter. Sonst ist die Belegung eher älter und meist Paare. Wir hatten also als Passagiere das größte Glück überhaupt mit dieser Tour! Meine Freundin und ich wir waren ständig im Wasser, teilweise schon vor dem Frühstück. Sobald es die Möglichkeit zum Schnorcheln gab, waren wir dabei und vor der letzten Fahrt zurück zum Schiff war mit uns auch nicht zu rechnen. Und dann sind wir manchmal vom Schiff aus auch nochmal ins Wasser gesprungen ;) Wie kann man bei den Temperaturen und den Wasserfarben auch nur irgendetwas anderes wollen? Unsere Mitfahrer waren anderer Ansicht und haben teilweise kaum das Boot verlassen, sondern sich gemütlich ab morgens betrunken. Fanden wir etwas seltsam als Urlaubsgestaltung, aber nun gut. Weniger Flossen im Wasser die was zerstören können... Nicht falsch verstehen, wir hatten eine gute Stimmung an Bord und Spaß miteinander. Wir beiden Wasserratten konnten nur nicht verstehen, wie man bei dem Wetter nicht ständig im Wasser sein will...
Mit dem Captain habe ich mich gut über den Job unterhalten, mit dem Koch – so eine winzige Küche und soo tolles Essen! Wahnsinn! - über Seekrankheit: der Arme war am Anfang zwei Monate lang seekrank! Meinen Respekt, dass er das durchgehalten hat, das hätte ich nicht geschafft. Ich wollte mich ja schon nach zwei Stunden in die Ostsee stürzen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten...
Wie dem auch sei, auch ohne meinen Magen austesten zu können, wurde ich jeden Tag überzeugter davon, dass ich den Job machen will und das Risiko in Kauf nehmen würde. Mir hat das Bootleben soviel Spaß gemacht, dass es richtig schwer fiel, Donnerstag von Bord zu gehen! Der Captain verabschiedete sich auch mit einem “Na wir sehen uns ja dann bestimmt auch öfter” und ich war fest entschlossen!
Mit Anna, meinem Besuch aus Hamburg habe ich dann noch zwei entspannte Tage verbracht an denen wir beide uns immer mal wieder fassungslos angucken mussten, weil wir die ganze Tour noch nicht verarbeiten konnten, so toll war das Erlebnis! Kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Samstag ging dann leider schon ihr Flieger zurück nach Deutschland. Als ich sie verabschiedet hatte und vom Flughafen zurück Richtung Auto ging, fühlte es sich sooo richtig an hier zu sein! Ich war vollkommen angekommen. Nathaniel, der uns freundlicherweise gefahren hatte, lachte laut los als ich ihm das sagte, da er meinte, meine Verabschiedung von Anna klang auch schon sehr karibisch :)
Auf der Rückfahrt durfte ich sogar fahren, das war meine erste eigene Autofahrt auf der Insel. War spitze, aber ich brauchte ihn als Abstandsansage, da es ein fetter 4-WD war, die Straßen relativ eng sind und neben den Straßen tiefe Abflußrinnen verlaufen. Ich weiß schon, warum ich mir nen Roller besorgt habe, damit habe ich diese Probleme nicht ;) Allerdings macht der Berg mit seiner Schotterstraße hinauf zu meiner Wohnung sooo viel mehr Spaß mit vier Rädern! Nathaniel war zumindest sehr beeindruckt, wie gut ich sein Auto fahre (hier scheint kein weibliches Wesen mit Gangschaltung zu fahren), der läßt mich bestimmt nochmal ans Steuer.
Den gestrigen Tag habe ich mit meinen “Inseleltern”, meinen Vermietern verbracht. Morgens in die Kirche, Mittags an den Strand und Nachmittags zum Dinghy Konzert in die Marina. Dabei gibt es Live Musik von einer Band vom Boot aus und die Gäste kommen mit ihren eigenen Schlauchbooten (ist auf Segler ausgelegt) und docken dort an. Für uns Landratten gab es ein Wassertaxi zu den Pontons. Hat eine schöne Atmosphäre.
Abends habe ich dann die Antwort auf meine freudige Zusage für den Job erhalten.
Eine Absage. Ein Schlag ins Gesicht wäre mir lieber gewesen.
Die Cruise war fantastisch! Über Carriacou nach Union Island, in die Tobago Cays, nach Bequoia, Mayreau, zurück nach Union und Sandy Island: Bombastisch! Endlich konnte ich neben Schlidkröten schnorcheln (in freier Wildbahn), habe fantastische Riffe gesehen, Unmengen an Fischen, Pelikanen und die ganzen kleine Lebewesen im Wasser die ein Meeresbiologenherz höher schlagen lassen :) Wirklich unglaublich! Dazu kam eine tolle Crew, ein echt schönes Schiff, nette Mitpassagiere und großartiges Essen! Und das alles in prallem Sonnenschein und spiegelglatter See! War natürlich als Test für die Seekrankheit nicht zu gebrauchen, hat aber die Tour um so angenehmer gemacht ;) Generell war das glaube ich überhaupt kein guter Einblick in den Job, da auch die Passagiere total ungewöhnlich waren: Alles Singles und bis auf einen alle so in meinem Alter. Sonst ist die Belegung eher älter und meist Paare. Wir hatten also als Passagiere das größte Glück überhaupt mit dieser Tour! Meine Freundin und ich wir waren ständig im Wasser, teilweise schon vor dem Frühstück. Sobald es die Möglichkeit zum Schnorcheln gab, waren wir dabei und vor der letzten Fahrt zurück zum Schiff war mit uns auch nicht zu rechnen. Und dann sind wir manchmal vom Schiff aus auch nochmal ins Wasser gesprungen ;) Wie kann man bei den Temperaturen und den Wasserfarben auch nur irgendetwas anderes wollen? Unsere Mitfahrer waren anderer Ansicht und haben teilweise kaum das Boot verlassen, sondern sich gemütlich ab morgens betrunken. Fanden wir etwas seltsam als Urlaubsgestaltung, aber nun gut. Weniger Flossen im Wasser die was zerstören können... Nicht falsch verstehen, wir hatten eine gute Stimmung an Bord und Spaß miteinander. Wir beiden Wasserratten konnten nur nicht verstehen, wie man bei dem Wetter nicht ständig im Wasser sein will...
Mit dem Captain habe ich mich gut über den Job unterhalten, mit dem Koch – so eine winzige Küche und soo tolles Essen! Wahnsinn! - über Seekrankheit: der Arme war am Anfang zwei Monate lang seekrank! Meinen Respekt, dass er das durchgehalten hat, das hätte ich nicht geschafft. Ich wollte mich ja schon nach zwei Stunden in die Ostsee stürzen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten...
Wie dem auch sei, auch ohne meinen Magen austesten zu können, wurde ich jeden Tag überzeugter davon, dass ich den Job machen will und das Risiko in Kauf nehmen würde. Mir hat das Bootleben soviel Spaß gemacht, dass es richtig schwer fiel, Donnerstag von Bord zu gehen! Der Captain verabschiedete sich auch mit einem “Na wir sehen uns ja dann bestimmt auch öfter” und ich war fest entschlossen!
Mit Anna, meinem Besuch aus Hamburg habe ich dann noch zwei entspannte Tage verbracht an denen wir beide uns immer mal wieder fassungslos angucken mussten, weil wir die ganze Tour noch nicht verarbeiten konnten, so toll war das Erlebnis! Kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Samstag ging dann leider schon ihr Flieger zurück nach Deutschland. Als ich sie verabschiedet hatte und vom Flughafen zurück Richtung Auto ging, fühlte es sich sooo richtig an hier zu sein! Ich war vollkommen angekommen. Nathaniel, der uns freundlicherweise gefahren hatte, lachte laut los als ich ihm das sagte, da er meinte, meine Verabschiedung von Anna klang auch schon sehr karibisch :)
Auf der Rückfahrt durfte ich sogar fahren, das war meine erste eigene Autofahrt auf der Insel. War spitze, aber ich brauchte ihn als Abstandsansage, da es ein fetter 4-WD war, die Straßen relativ eng sind und neben den Straßen tiefe Abflußrinnen verlaufen. Ich weiß schon, warum ich mir nen Roller besorgt habe, damit habe ich diese Probleme nicht ;) Allerdings macht der Berg mit seiner Schotterstraße hinauf zu meiner Wohnung sooo viel mehr Spaß mit vier Rädern! Nathaniel war zumindest sehr beeindruckt, wie gut ich sein Auto fahre (hier scheint kein weibliches Wesen mit Gangschaltung zu fahren), der läßt mich bestimmt nochmal ans Steuer.
Den gestrigen Tag habe ich mit meinen “Inseleltern”, meinen Vermietern verbracht. Morgens in die Kirche, Mittags an den Strand und Nachmittags zum Dinghy Konzert in die Marina. Dabei gibt es Live Musik von einer Band vom Boot aus und die Gäste kommen mit ihren eigenen Schlauchbooten (ist auf Segler ausgelegt) und docken dort an. Für uns Landratten gab es ein Wassertaxi zu den Pontons. Hat eine schöne Atmosphäre.
Abends habe ich dann die Antwort auf meine freudige Zusage für den Job erhalten.
Eine Absage. Ein Schlag ins Gesicht wäre mir lieber gewesen.
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Die Erste von Vielen?
In der Zwischenzeit ist schon wieder viel passiert und alles werde ich wieder gar nicht erzählen, weil es mir erst nach dem Schreiben wieder einfällt... So isses halt.
Seit letztem Samstag habe ich Besuch aus Hamburg. Mein erster Besuch! Und die liebe Freundin hat auch noch richtig Glück, da wir morgen zusammen zu einer 6-tägigen Kreuzfahrt aufbrechen die wir nicht bezahlen müssen. Also wenn das nichts ist, weiß ich es auch nicht.. In den letzten Tagen haben wir auch schon die Insel einmal umfahren, die Muskatnuss-Fabrik, eine Rum-Destillerie, einen Wasserfall und das Herz der Insel besucht und auch noch genug Zeit zum Schnorcheln gefunden.
Aber zurück zu der Kreuzfahrt. Wie kam das:
An dem Tag wo mich der Chikungunya-Virus erlegte, hat mich Monias Chefin (wahrscheinlich nach wochenlangem Zureden von Monia) gefragt, ob ich mir vorstellen könnte als Operations Manager auf einem Ihrer Schiffe zu arbeiten. Das hieße mehrere Monate am Stück unterwegs sein und dann die gleiche Zeit danach frei haben und dabei noch verschiedene Inseln kennenlernen, da sich das Schiff ja naturgemäß zwischen den Inseln bewegt. Klar kann ich mir das vorstellen! Nur wer mein Verhalten auf Schiffen kennt weiß, dass ich leider wahnsinnig schnell seekrank werde... Das ist die einzige Einschränkung die ich bei dem Ganzen sehe. Aus dem Grund (und natürlich auch um zu sehen, auf was ich mich da einlassen würde) wurde ich kurzerhand für eine Tour gebucht und da ich zu der Zeit gerade Besuch habe, darf dieser eben mitkommen :)
Also geht es morgen los nach Carriacou, Tabago Keys, Union Island & co. Bin sehr gespannt wie es wird, wie sehr ich es genießen kann und ob ich hinterher den Job zusagen will...
Neben dem Inselhopping beeinhaltet es einen Arsch voll Arbeit, das muss ich mir gar nicht schön reden. Touristen sind ja ein bischen vergleichbar mit Zombies, zumindest was ihre Aufmerksamkeitsspanne, die Speicherkapazität von Informationen und ihre Ziellosigkeit angeht, das an sich wird schon eine Herausforderung. Und ansonsten bin ich für sämtlichen Papierkram, Organisation, Planung, Behördenkram und Finanzen verantwortlich. Noch dazu als einzige Frau im Team. Freie Tage gibt's in der Zeit nicht, also auch kaum Zeit um sich mal aus allem herauszuziehen. Und trotz alledem bin ich immernoch Feuer und Flamme und möchte es gerne machen. Mindestens einmal, danach sehe ich weiter, aber zumindest ausprobieren möchte ich es gerne. Natürlich nur, wenn ich in der kommenden Woche nicht ständig unfreiwillig die Fische füttere...
So sieht es soweit an der Jobfront aus.
Chikungunya ist wirklich ein Dreckszeug! Um mich herum hatte es ja auch schon fast jeder und die, die zumindest nach der akuten Phase symptomfrei waren, hatten immer mal wieder Episoden mit Gelenkschmerzen. Bisher hatte ich gehofft, dass ich das aussetzen würde, aber nein, gestern Nachmittag fingen meine Füße an weh zu tun und abends beim Training dachte ich zeitweise, dass ich abbrechen müsste, weil ich nicht wusste wie ich auf meinen Füßen stehen sollte. Ein bischen besser ist es heute schon, dafür sind die Handgelenke mit dazu gekommen. Was ein Scheiß: das Zeug macht, dass ich mich alt fühle!
So, noch einmal schlafen, dann geht's aufs Schiff! Drückt mir mal die Daumen, dass ich mich an das Schaukeln gewöhne! Tabletten, Ingwer und Kamillentee sind für den Notfall eingepackt aber ich wäre froh, wenn ich es nicht brauche. In einer Woche weiß ich mehr :)
Seit letztem Samstag habe ich Besuch aus Hamburg. Mein erster Besuch! Und die liebe Freundin hat auch noch richtig Glück, da wir morgen zusammen zu einer 6-tägigen Kreuzfahrt aufbrechen die wir nicht bezahlen müssen. Also wenn das nichts ist, weiß ich es auch nicht.. In den letzten Tagen haben wir auch schon die Insel einmal umfahren, die Muskatnuss-Fabrik, eine Rum-Destillerie, einen Wasserfall und das Herz der Insel besucht und auch noch genug Zeit zum Schnorcheln gefunden.
Aber zurück zu der Kreuzfahrt. Wie kam das:
An dem Tag wo mich der Chikungunya-Virus erlegte, hat mich Monias Chefin (wahrscheinlich nach wochenlangem Zureden von Monia) gefragt, ob ich mir vorstellen könnte als Operations Manager auf einem Ihrer Schiffe zu arbeiten. Das hieße mehrere Monate am Stück unterwegs sein und dann die gleiche Zeit danach frei haben und dabei noch verschiedene Inseln kennenlernen, da sich das Schiff ja naturgemäß zwischen den Inseln bewegt. Klar kann ich mir das vorstellen! Nur wer mein Verhalten auf Schiffen kennt weiß, dass ich leider wahnsinnig schnell seekrank werde... Das ist die einzige Einschränkung die ich bei dem Ganzen sehe. Aus dem Grund (und natürlich auch um zu sehen, auf was ich mich da einlassen würde) wurde ich kurzerhand für eine Tour gebucht und da ich zu der Zeit gerade Besuch habe, darf dieser eben mitkommen :)
Also geht es morgen los nach Carriacou, Tabago Keys, Union Island & co. Bin sehr gespannt wie es wird, wie sehr ich es genießen kann und ob ich hinterher den Job zusagen will...
Neben dem Inselhopping beeinhaltet es einen Arsch voll Arbeit, das muss ich mir gar nicht schön reden. Touristen sind ja ein bischen vergleichbar mit Zombies, zumindest was ihre Aufmerksamkeitsspanne, die Speicherkapazität von Informationen und ihre Ziellosigkeit angeht, das an sich wird schon eine Herausforderung. Und ansonsten bin ich für sämtlichen Papierkram, Organisation, Planung, Behördenkram und Finanzen verantwortlich. Noch dazu als einzige Frau im Team. Freie Tage gibt's in der Zeit nicht, also auch kaum Zeit um sich mal aus allem herauszuziehen. Und trotz alledem bin ich immernoch Feuer und Flamme und möchte es gerne machen. Mindestens einmal, danach sehe ich weiter, aber zumindest ausprobieren möchte ich es gerne. Natürlich nur, wenn ich in der kommenden Woche nicht ständig unfreiwillig die Fische füttere...
So sieht es soweit an der Jobfront aus.
Chikungunya ist wirklich ein Dreckszeug! Um mich herum hatte es ja auch schon fast jeder und die, die zumindest nach der akuten Phase symptomfrei waren, hatten immer mal wieder Episoden mit Gelenkschmerzen. Bisher hatte ich gehofft, dass ich das aussetzen würde, aber nein, gestern Nachmittag fingen meine Füße an weh zu tun und abends beim Training dachte ich zeitweise, dass ich abbrechen müsste, weil ich nicht wusste wie ich auf meinen Füßen stehen sollte. Ein bischen besser ist es heute schon, dafür sind die Handgelenke mit dazu gekommen. Was ein Scheiß: das Zeug macht, dass ich mich alt fühle!
So, noch einmal schlafen, dann geht's aufs Schiff! Drückt mir mal die Daumen, dass ich mich an das Schaukeln gewöhne! Tabletten, Ingwer und Kamillentee sind für den Notfall eingepackt aber ich wäre froh, wenn ich es nicht brauche. In einer Woche weiß ich mehr :)
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