So, habe diese Woche ganz fleißig meinen Lebenslauf unters Hotel-Volk gebracht und muss jetzt abwarten was kommt. Es ging auch eigentlich schon gut los: Beim Radisson Hotel habe ich gegen 1 Uhr meine Unterlagen abgegeben um 1.45 bekomme ich einen Anruf, dass ich doch bitte um 3 zu einem Gespräch vorbeikommen soll. Gesagt getan, der Anzug hat sich also schon gelohnt. Das Gespräch war soweit auch ganz nett, aber ich hatte eher auf eine besser gestellte Anstellung als Kellnerin gehofft... Dazu kommt, dass das Hotel die Kosten für die Arbeitserlaubnis nicht übernehmen und sich auch nicht beteiligen. Und üblicherweise bekommen Kellner bei denen so um die 500 € (bei einer 40 Stunden Woche!), aber auch nur, wenn das Restaurant auch gut besucht ist. Was es in diesem Hotel selten ist. Jo danke - aber NÖ! Da suche ich doch mal weiter. Ach ja, der Preis für die Arbeitserlaubnis ist auch gestiegen: von 1000 auf mal eben 1500 €. Läuft! Das Gespräch war am Donnerstag und danach dachte ich dann abends, OK, im Dezember gehts ganz sicher zurück... Aber mir wurde dann von Freundenund Bekannten gesagt, dass Radisson generell nicht gut zahlt und das der Lohn wirklich ein Witz ist. Ich weiß dass Löhne hier sowieso nicht hoch sind, was keinen Sinn ergibt, denn Lebenshaltungskosten sind nicht billig hier drüben. Mir ist es ein Rätsel wie die Leute die eben keinen hohe Position inne haben das machen! Meine Nachbarin war super hilfreich mit Tipps und auch mit Kontakten. Sie kam Freitag morgen kurz zu mir rüber und gab mir den Namen der HR Managerin von Sandals. Da bin ich dann auch gleich zwei Stunden später hingefahren um ihr nochmal meinen Lebenslauf zu geben (hatte im Dezember schon eine Bewerbung abgegeben). Leider kommt man ohne Termin als Nicht-Gast nicht auf die Anlage und ich musste die Unterlagen bei den Pförtnern abgeben... Das macht mir ein bischen SOrge, aber ich werde einfach nächste Woche anrufen und fragen, ob die Sachen angekommen sind. Von Meloni (Nachbarin) habe ich auch die Nummer von Ulli, einem deutschen, 3-fachen Restaurantbesitzer erhalten, mit dem ich mich gerade getroffen habe. Von ihm habe ich jetzt noch erfahren, dass es nicht genügt einfach eine Arbeitserlaubnis zu haben um dann ein Jahr arbeiten zu können -nein!- die Erlaubnis bezieht sich nur auf das Unternehmen, von dem aus man sie beantragt!!! Das heißt, wenn alles blöd läuft, könnte es sein, dass man von den Dingern mehrere im Jahr bezahlen müsste! Wie scheiße ist das denn??? Und wie er es so schön ausgedrückt hat, wird es bei mir schwierig mich unbemerkt arbeiten zu lassen, da ich dann doch unter den ganzen locals ein bischen auffalle... Ach ja, Arbeitgeber dürfen auch nur eine bestimmte Anzahl an Ausländern einstellen und eigentlich bräuchte man auch einen Qualifikationsnachweis um die Position zu rechtfertigen. Sprich, da ich keine Ausbildung im Hotelfach habe, kann es vielleicht sein, dass mir meine ganze Serviceerfahrung nicht mal was nützt... Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!
Ich habe gerade noch eine andere spannende Geschichte am laufen: Ein Freund vom Training hatte letztes Jahr auch schon rumgefragt, ob nicht jemand einen Job für mich hätte. Er rief auch eine Susan an und drückte mir dann das Telefon ans Ohr und wir redeten kurz (um ehrlich zu sein weiß ich bis heute nicht, was sie eigentlich macht). Als ich diesen Freund zum ersten Mal wiedersah, erzählte er mir, dass eben diese Susan sich vor kurzem mal nach mir erkundigt hatte und eventuell was für mich hätte. Dann gabs das gleiche Telefonspielchen noch einmal und seitdem telefonieren wir fast regelmäßig. Am Donnerstag fahren wir zu der ehemaligen Botschafterin der United Nations (das habe ich zumindest so verstanden), die ein Guest house oberhalb von Grenville betreibt und haben mit ihr Lunch. Die gute Frau braucht wohl gelegentlich ein bischen Hilfe und dabei komme ich dann ins Spiel. Gehalt gibt es keins, aber freie Unterkunft. Das gucke ich mir zumindest mal an und laut Susan ist es wohl einen sehr interessante Person, schon allein dafür lohnt es sich wohl. Kontakte können nie schaden und wer weiß was sich noch daraus ergibt. Sie weiß, dass ich natürlich was suche, wo ich Geld verdiene, aber wenn es nur ab und zu ist, lässt sich das vielleicht vereinbaren. Mal sehen. Ich werde berichten.
So, heute bin ich auch wieder für zwei Wochen in das Haus der Konsulin eingezogen und habe endlich wieder einen tollen Ausblick aufs Meer, einen riesigen Garten mit Mangobäumen und vierbeinige Haustiere. Dazu kommt noch, dass das Haus höher gelegen ist, als die Wohnung in der ich seit meiner Ankunft gewohnt habe und es hier ein bischen windiger ist und man sich auch raus setzen kann ohne von Mosquitos aufgefressen zu werden :) Sehr schön! So, jetzt muss ich mich aber sputen: heute ist Samstag, da geht's wieder zum Hashen!
Liebe Sina,
AntwortenLöschenherzlichen Dank für die DVD, die ist gestern hier eingetroffen. Hatte ehrlich gesagt schon vergessen, welchen Film ich dir überhaupt ausgeliehen hatte...
Hm, das ist ja gar nicht so easy bei dir mit der Jobsuche... Mist! Aber du wirst es schon schaffen, gib nicht auf! Die Kontakte sind schon mal gut. Wieso kann dir der Typ mit den drei Restaurants (Ulli) nicht nen Job geben? Oder dich wenigstens vermitteln? Wie konnte er denn damals starten, hatte der so viel Startkapital, oder lief das damals anders? Ach, alles doof, aber hilft ja nichts. Wie oben schon gesagt: Nicht aufgeben! Und ansonsten die Zeit genießen!
Fühl dich gedrückt und ganz liebe Grüße aus dem heute grauen Berlin,
Katta
Nicht aufgeben! Was ist denn mit der Strandbar? Eigener Chef?
AntwortenLöschenRalf wär stolz auf Dich.
Liebste Grüße in die Ferne.
Vivi