So, jetzt mal ein paar Details was es
mit er Cruise auf sich hatte: mir wurde angeboten auf einem
Motorsegler-Cruise-Ship als Operations Manager zu arbeiten (Danke
Monia!). Das würde bedeuten eine gewisse Anzahl an Monaten non-stop
auf dem Boot zu leben und dort Cruises zu managen, mit der Planung
von Tagestouren und anderen Aktivitäten, Buchhaltung, Passkontrollen
und allem was dazu gehört. Klingt total super! Reisen und dafür
bezahlt werden - genau das was ich immer wollte! Das einzige was
mich davon abgehalten hat sofort zu unterschreiben, war meine aus
der Erfahrung bekannte Anfälligkeit zur Kotzerei wenns wackelt. Um
mich das austesten zu lassen, wurde ich mal eben auf eine 6-tägige
Cruise auf einem der beiden Schiffe eingebucht und da ich gerade
Besuch hatte, durfte der auch mitkommen. Das einzige was wir dafür
bezahlen mussten waren ein paar Gebühren und Trinkgeld für die
Crew. Und das für eine Tour die andere knapp 2000 USD kostet! Schon
mal ein guter Anfang! Bei einer Zusage meinerseits würde es dann
Ende November aufs Schiff gehen und ich hätte einen Monat
Einarbeitungszeit, bevor ich dann für 3 Monate alleine die
Verantwortung übernehmen würde. Vorher müsste ich nur noch einen
Kurs absolvieren, der mich für die Arbeit an Bord eines Schiffes
ausweist, aber auch dafür ist ja noch genug Zeit bis Ende
November.
Die Cruise war fantastisch! Über Carriacou nach Union Island, in die Tobago Cays, nach Bequoia, Mayreau, zurück nach Union und Sandy Island: Bombastisch! Endlich konnte ich neben Schlidkröten schnorcheln (in freier Wildbahn), habe fantastische Riffe gesehen, Unmengen an Fischen, Pelikanen und die ganzen kleine Lebewesen im Wasser die ein Meeresbiologenherz höher schlagen lassen :) Wirklich unglaublich! Dazu kam eine tolle Crew, ein echt schönes Schiff, nette Mitpassagiere und großartiges Essen! Und das alles in prallem Sonnenschein und spiegelglatter See! War natürlich als Test für die Seekrankheit nicht zu gebrauchen, hat aber die Tour um so angenehmer gemacht ;) Generell war das glaube ich überhaupt kein guter Einblick in den Job, da auch die Passagiere total ungewöhnlich waren: Alles Singles und bis auf einen alle so in meinem Alter. Sonst ist die Belegung eher älter und meist Paare. Wir hatten also als Passagiere das größte Glück überhaupt mit dieser Tour! Meine Freundin und ich wir waren ständig im Wasser, teilweise schon vor dem Frühstück. Sobald es die Möglichkeit zum Schnorcheln gab, waren wir dabei und vor der letzten Fahrt zurück zum Schiff war mit uns auch nicht zu rechnen. Und dann sind wir manchmal vom Schiff aus auch nochmal ins Wasser gesprungen ;) Wie kann man bei den Temperaturen und den Wasserfarben auch nur irgendetwas anderes wollen? Unsere Mitfahrer waren anderer Ansicht und haben teilweise kaum das Boot verlassen, sondern sich gemütlich ab morgens betrunken. Fanden wir etwas seltsam als Urlaubsgestaltung, aber nun gut. Weniger Flossen im Wasser die was zerstören können... Nicht falsch verstehen, wir hatten eine gute Stimmung an Bord und Spaß miteinander. Wir beiden Wasserratten konnten nur nicht verstehen, wie man bei dem Wetter nicht ständig im Wasser sein will...
Mit dem Captain habe ich mich gut über den Job unterhalten, mit dem Koch – so eine winzige Küche und soo tolles Essen! Wahnsinn! - über Seekrankheit: der Arme war am Anfang zwei Monate lang seekrank! Meinen Respekt, dass er das durchgehalten hat, das hätte ich nicht geschafft. Ich wollte mich ja schon nach zwei Stunden in die Ostsee stürzen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten...
Wie dem auch sei, auch ohne meinen Magen austesten zu können, wurde ich jeden Tag überzeugter davon, dass ich den Job machen will und das Risiko in Kauf nehmen würde. Mir hat das Bootleben soviel Spaß gemacht, dass es richtig schwer fiel, Donnerstag von Bord zu gehen! Der Captain verabschiedete sich auch mit einem “Na wir sehen uns ja dann bestimmt auch öfter” und ich war fest entschlossen!
Mit Anna, meinem Besuch aus Hamburg habe ich dann noch zwei entspannte Tage verbracht an denen wir beide uns immer mal wieder fassungslos angucken mussten, weil wir die ganze Tour noch nicht verarbeiten konnten, so toll war das Erlebnis! Kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Samstag ging dann leider schon ihr Flieger zurück nach Deutschland. Als ich sie verabschiedet hatte und vom Flughafen zurück Richtung Auto ging, fühlte es sich sooo richtig an hier zu sein! Ich war vollkommen angekommen. Nathaniel, der uns freundlicherweise gefahren hatte, lachte laut los als ich ihm das sagte, da er meinte, meine Verabschiedung von Anna klang auch schon sehr karibisch :)
Auf der Rückfahrt durfte ich sogar fahren, das war meine erste eigene Autofahrt auf der Insel. War spitze, aber ich brauchte ihn als Abstandsansage, da es ein fetter 4-WD war, die Straßen relativ eng sind und neben den Straßen tiefe Abflußrinnen verlaufen. Ich weiß schon, warum ich mir nen Roller besorgt habe, damit habe ich diese Probleme nicht ;) Allerdings macht der Berg mit seiner Schotterstraße hinauf zu meiner Wohnung sooo viel mehr Spaß mit vier Rädern! Nathaniel war zumindest sehr beeindruckt, wie gut ich sein Auto fahre (hier scheint kein weibliches Wesen mit Gangschaltung zu fahren), der läßt mich bestimmt nochmal ans Steuer.
Den gestrigen Tag habe ich mit meinen “Inseleltern”, meinen Vermietern verbracht. Morgens in die Kirche, Mittags an den Strand und Nachmittags zum Dinghy Konzert in die Marina. Dabei gibt es Live Musik von einer Band vom Boot aus und die Gäste kommen mit ihren eigenen Schlauchbooten (ist auf Segler ausgelegt) und docken dort an. Für uns Landratten gab es ein Wassertaxi zu den Pontons. Hat eine schöne Atmosphäre.
Abends habe ich dann die Antwort auf meine freudige Zusage für den Job erhalten.
Eine Absage. Ein Schlag ins Gesicht wäre mir lieber gewesen.
Die Cruise war fantastisch! Über Carriacou nach Union Island, in die Tobago Cays, nach Bequoia, Mayreau, zurück nach Union und Sandy Island: Bombastisch! Endlich konnte ich neben Schlidkröten schnorcheln (in freier Wildbahn), habe fantastische Riffe gesehen, Unmengen an Fischen, Pelikanen und die ganzen kleine Lebewesen im Wasser die ein Meeresbiologenherz höher schlagen lassen :) Wirklich unglaublich! Dazu kam eine tolle Crew, ein echt schönes Schiff, nette Mitpassagiere und großartiges Essen! Und das alles in prallem Sonnenschein und spiegelglatter See! War natürlich als Test für die Seekrankheit nicht zu gebrauchen, hat aber die Tour um so angenehmer gemacht ;) Generell war das glaube ich überhaupt kein guter Einblick in den Job, da auch die Passagiere total ungewöhnlich waren: Alles Singles und bis auf einen alle so in meinem Alter. Sonst ist die Belegung eher älter und meist Paare. Wir hatten also als Passagiere das größte Glück überhaupt mit dieser Tour! Meine Freundin und ich wir waren ständig im Wasser, teilweise schon vor dem Frühstück. Sobald es die Möglichkeit zum Schnorcheln gab, waren wir dabei und vor der letzten Fahrt zurück zum Schiff war mit uns auch nicht zu rechnen. Und dann sind wir manchmal vom Schiff aus auch nochmal ins Wasser gesprungen ;) Wie kann man bei den Temperaturen und den Wasserfarben auch nur irgendetwas anderes wollen? Unsere Mitfahrer waren anderer Ansicht und haben teilweise kaum das Boot verlassen, sondern sich gemütlich ab morgens betrunken. Fanden wir etwas seltsam als Urlaubsgestaltung, aber nun gut. Weniger Flossen im Wasser die was zerstören können... Nicht falsch verstehen, wir hatten eine gute Stimmung an Bord und Spaß miteinander. Wir beiden Wasserratten konnten nur nicht verstehen, wie man bei dem Wetter nicht ständig im Wasser sein will...
Mit dem Captain habe ich mich gut über den Job unterhalten, mit dem Koch – so eine winzige Küche und soo tolles Essen! Wahnsinn! - über Seekrankheit: der Arme war am Anfang zwei Monate lang seekrank! Meinen Respekt, dass er das durchgehalten hat, das hätte ich nicht geschafft. Ich wollte mich ja schon nach zwei Stunden in die Ostsee stürzen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten...
Wie dem auch sei, auch ohne meinen Magen austesten zu können, wurde ich jeden Tag überzeugter davon, dass ich den Job machen will und das Risiko in Kauf nehmen würde. Mir hat das Bootleben soviel Spaß gemacht, dass es richtig schwer fiel, Donnerstag von Bord zu gehen! Der Captain verabschiedete sich auch mit einem “Na wir sehen uns ja dann bestimmt auch öfter” und ich war fest entschlossen!
Mit Anna, meinem Besuch aus Hamburg habe ich dann noch zwei entspannte Tage verbracht an denen wir beide uns immer mal wieder fassungslos angucken mussten, weil wir die ganze Tour noch nicht verarbeiten konnten, so toll war das Erlebnis! Kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Samstag ging dann leider schon ihr Flieger zurück nach Deutschland. Als ich sie verabschiedet hatte und vom Flughafen zurück Richtung Auto ging, fühlte es sich sooo richtig an hier zu sein! Ich war vollkommen angekommen. Nathaniel, der uns freundlicherweise gefahren hatte, lachte laut los als ich ihm das sagte, da er meinte, meine Verabschiedung von Anna klang auch schon sehr karibisch :)
Auf der Rückfahrt durfte ich sogar fahren, das war meine erste eigene Autofahrt auf der Insel. War spitze, aber ich brauchte ihn als Abstandsansage, da es ein fetter 4-WD war, die Straßen relativ eng sind und neben den Straßen tiefe Abflußrinnen verlaufen. Ich weiß schon, warum ich mir nen Roller besorgt habe, damit habe ich diese Probleme nicht ;) Allerdings macht der Berg mit seiner Schotterstraße hinauf zu meiner Wohnung sooo viel mehr Spaß mit vier Rädern! Nathaniel war zumindest sehr beeindruckt, wie gut ich sein Auto fahre (hier scheint kein weibliches Wesen mit Gangschaltung zu fahren), der läßt mich bestimmt nochmal ans Steuer.
Den gestrigen Tag habe ich mit meinen “Inseleltern”, meinen Vermietern verbracht. Morgens in die Kirche, Mittags an den Strand und Nachmittags zum Dinghy Konzert in die Marina. Dabei gibt es Live Musik von einer Band vom Boot aus und die Gäste kommen mit ihren eigenen Schlauchbooten (ist auf Segler ausgelegt) und docken dort an. Für uns Landratten gab es ein Wassertaxi zu den Pontons. Hat eine schöne Atmosphäre.
Abends habe ich dann die Antwort auf meine freudige Zusage für den Job erhalten.
Eine Absage. Ein Schlag ins Gesicht wäre mir lieber gewesen.
Liebe Sina,
AntwortenLöschenDas ist ja schade, dass Dein heiß ersehnter Job nichts geworden ist. Warum die Absage?
Ansonsten klingt es alles so großartig..
Ich hoffe, mein Gesuch nach regelmäßiger Info aus Deinem Blog ist angekommen. ;-)
Liebe Grüße aus einem spätsommerlichen Hamburg.
Vivi
hmm... tja...hört sich für dich ja fantastisch an, aber sehen wir dich noch mal wieder??!! Und das mit den betrunkenen Touristen gefällt dir BESTIMMT nicht ;-)
AntwortenLöschenBis bald
Jas
häh? das mit der Absage konnte ich jetzt erst lesen...irgendwas stimmt mit dem Blog nicht...
AntwortenLöschenOh nein, das glaube ich jetzt nicht. Wieso lassen die dich die Tour machen, wenn sie dich am Ende doch nicht nehmen??? Das ist ja total bescheuert! Aber vielleicht wäre das mit der Seekrankheit ja tatsächlich ein Problem geworden, wenn nicht gerade spiegelglatte See ist (ich kenne das ja auch). So konntest du jetzt wenigsten eine traumhafte Tour genießen, an die du dich noch lange erinnern wirst und in dessen Genuss wir Durchschnitts-Mitteleuropäer wahrscheinlich nie kommen werden. Allein dafür hat sich dein Trip nach Grenada doch schon gelohnt, oder? :-)
AntwortenLöschenUnd die ganze Aktion hat dir gezeigt, dass es durchaus Jobs gibt und dass du mit deiner Vernetzung auf der Insel auf einem guten Weg bist einen zu finden.
Bleib dran und genieße deine Zeit!
LG, Jens